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San Gimignano

Ausflugstipp des Tages:

San Gimignano ist eine der kulturell interessantesten Stätten in der Toskana. Die schon weithin sichtbaren Geschlechtertürme, die das Stadtbild prägen, sind Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes und zeugen von der bewegten Vergangenheit dieses Ortes in der Toskana.

Sam Gimignano überragt das Elsa-Tal und liegt auf einem 334m hohen Hügel inmitten der herrlichen Weiten der Toskana und einem weithin bekannten Weinbaugebiet....
 

Weitere Infos zu Vinci

 

Facts über Vinci

Einwohner:
14.400 (im Jahr 2007)
GPS-Koordinaten:
43° 47' 0" N
10° 55' 0" O
Höhenlage:
97 m.ü.M.
 


Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci war nicht nur einer der bedeutendsten Künstler der Kulturgeschichte, sondern auch ein ausgezeichneter Wissenschaftler, Naturphilosoph, Ingenieur, Erfinder und Architekt. Seine Kunstwerke, Bauwerke und Erfindungen bringen die Menschen seither zum Staunen über die Vielfalt der Fähigkeiten dieses Genies.

Geboren wurde da Vinci am 15 April 1452, als uneheliches Kind des Notars Ser Piero und des Bauernmädchens Caterina, in Anchiano bei Vinci, einem kleinen Dorf in der Nähe von Florenz.
Da Vinci entdeckte schon als Kind seine Leidenschaft für die Schönheit der Musik, das Zeichnen und das Modellieren. Sein Vater Ser Piero erkannte das Talent seines Sohnes und verhalf ihm zu einer Lehrstelle in der Werkstatt des Andrea del Verrocchio in Florenz. Hier arbeitete und lernte da Vinci etwa von 1470 bis 1477 von dem Goldschmied, Maler und Bildhauer Verrocchio.

In seiner Lehrzeit bei diesem sammelte Leonardo viele Erfahrungen und schaffte sich einen Namen als Maler. Er galt als aufgeschlossener, stets freundlicher Zeitgenosse, den aber auch die Einsamkeit anzog. Es wird gemunkelt, dass er eine homosexuelle Neigung hatte, denn er wurde 1476 anonym der Sodomie an einem 17jährigen angeklagt. Die Klage wurde jedoch kurz darauf wieder fallen gelassen.

Anders als andere Künstler der Renaissance, bei denen die Kunst eine Ausdrucksform der Wiederbelebung der Antike darstellte, fühlte sich da Vinci mit der Schönheit der Natur verbunden und wurde besonders von dem Ungewöhnlichen angezogen, was auch immer wieder in seiner Kunst zum Ausdruck kommt.

Nach seinen Jahren in Florenz, in denen er zwar zu Ruhm gekommen war, jedoch aber relativ arm blieb, nutze er die Gelegenheit, eine feste Anstellung am Hof von Ludovico Sforza, des Herzogs von Mailand, anzunehmen. Hier konnte er neben seinen künstlerischen Fähigkeiten auch mit seiner Begabung als Ingenieur und Kriegswaffenentwickler überzeugen. Er wurde mit der Errichtung des größten Bronzemonuments seiner Zeit beauftragt, einer überdimensionalen Reiterstatue, die aber nie fertiggestellt werden konnte, da die Bronze aufgrund des Krieges mit Frankreich zur Produktion von Waffen benötigt wurde. Zur selben Zeit arbeitet Leonardo auch an der “Felsgrootenmadonna”, einem Altarbild, dass sich heute im Louvre bewundern lässt, und an seinem damals wohl wichtigsten Werk, das “letzten Abendmahl”, das der perfektionistische Künstler nie mit Zufriedenheit abschloss. Ein anderer Verdienst des sehr reinlichen da Vincis lag in der Begründung der ersten Müllabfuhr Mailands und den weitreichenden Studien der Anatomie des Menschen, sowie einer Vielzahl von Entwürfen für Flugmaschinen, die er in seinen Tagebuchaufzeichnungen festgehalten hat.

Nachdem der Herzog Sforza um 1500 von den Franzosen gefangen genommen wurde, kehrte Leonardo nach Florenz zurück, wo er kurze Zeit als Militäringenieur des Cesare Borgia, des Herzogs von Valentino, tätig war. Dadurch war es ihm möglich einen großen Teil des Mittelmeeres zu bereisen und kartographische Karten anzufertigen. Er verließ den Dienst beim skrupellosen Herzog Borgia jedoch bald darauf und begab sich in einen Wettstreit mit Michelangelo um den Auftrag eines Schlachtgemäldes für Piero Soderini. Beflügelt durch den Rivalen, bemühte der ansonsten kriegsverachtende da Vinci, sich um den Auftrag und erhielt diesen auch. Um 1503 begann Leonardo sein wohl berühmtestes Werk, die Mona Lisa, das auch heute noch tausende von Besuchern in seinen Bann zieht. Nach einen neuen Machtumbruch in Mailand ging Leonardo nach Rom, wo er am Hof des Papstes Leo X angestellt wurde. Er fühlte sich in Rom jedoch nicht wohl, weil der Papst ihn aufgrund seiner anatomischen Studien und seines wissenschaftlichen Geistes nur mit Argwohn duldete.

Nach dem Tod des französischen Königs Ludwig XII kam dessen Nachfolger Franz I an die Macht. Leonardo, der sich gut mit dem jungen Souverän verstand, nahm dessen Einladung an seine letzten Jahre an dessen Hof in Frankreich zu verbringen. Dort war der kranke da Vinci bis zu seinem Tode aktiv. Er erweiterte seine anatomischen Studien, entwarf Pläne für neue Bauwerke und entwickelte unter anderem einen mechanischen Löwen, der sich einige Schritte vorwärts bewegen konnte.
Leonardo da Vinci starb am 2. Mai 1519. Einige Zeit später wurden sein Leichnam, so wie er es sich gewünscht hatte, ins Kloster St. Florentini überführt. Einen Großteil seines Vermögens hinterließ er den Armen.
Bei den Restaurierungsarbeiten des St. Florentini im 19 Jahrhundert sind seine Gebeine jedoch verschwunden und bis heute kann niemand sagen, wo sich seine Überreste befinden.
 

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